Aussetzung Pflege TÜV

Arbeitskreis der Heim- und

Pflegedienstleitungen in Pforzheim

und dem Enzkreis

Aussetzung des

"Pflege TÜV"

 

Zusätzlich zur jährlichen Heimprüfung durch der Heimaufsicht wurde der sogenannte "Pflege-TÜV" einst geschaffen, um dem Verbraucher ein Auswahlkriterium für ein gutes Pflegeheim an die Hand zu geben.

Das mit schneller Nadel gestrickte Prüfverfahren war von Anfang an völlig ungeeignet, um pflegerische Qualität darzustellen.

 

Der MDK (Medizinische Dienst der Krankenkassen) erscheint hier unangemeldet in den Pflegeeinrichtungen und prüft mit zwei Prüfern mindestens 8 Stunden, inwieweit die vorgegebenen Prüfkriterien eingehalten werden.

Hierbei nimmt die Dokumentationsprüfung einen sehr großen Teil der Prüfung ein.

Während der Kontrolle haben 2 Fachkräfte, die Heimleitung und die Pflegedienstleitung präsent zu sein.

Wer dann die Bewohner in dieser Zeit versorgt ist dem MDK gleichgültig. Der Terminplan der Leitung ist selbstverständlich den Bedürfnissen des MDK anzupassen.

 

Die im Anschluss an die Prüfung vergebene Schulnote liegt derzeit bei durchschnittlich 1,1 und 1,2 in Deutschland.

Ein lächerlishes Ergebnis, im Hinblick auf die zum Teil großen Qualitätsunterschiede zwischen den Einrichtungen.

 

Das bedeutet: ein Haus, das gut dokumentiert, die Bewohner aber weniger gut versorgt hat die besten Chancen die Bestn Note 1,0 zu bekommen.

 

Dies kann sicherlich nicht im Sinne des Gestzgebers sein!

 

Die CDU hat dies endlich erkannt.

In der Sendung "Maischberger" vom 18.04.2018 (ARD) „Die große Überforderung: Wie lösen wir den Pflegenotstand?“ äußerte sich der neue Gesundheitsminister Jens Spahn zum Thema Aussetzen der MDK Prüfungen wörtlich:

"Wenn Sie den Kollegen der SPD davon überzeugen, bin ich morgen am Tag der Erste, der das aussetzt".

 

Das o.g. Zitat finden Sie bei ca. 46 min.

Wir unterstützen die Haltung von Herrn Spahn, da das derzeitige Prüfverfahren völlig sinnlos ist, viel Geld kostet und seinen Sinn absolut verfehlt!

Wir stellen uns nicht grundsätzlich gegen die Überprüfung unserer Pflegeleistungen.

Diese sollte aber wissenschaftlich und nicht politisch fundiert sein.

Es ist auch nichts Verwerfliches daran, wenn die Einrichtungen wenigstens einen Tag vor der Prüfung über die Kontrolle informiert würden, um sich personell darauf vorbereiten zu können.

Unser Motto:

Wir schauen voraus

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